Hessen

Die innerdeutsche Grenze verlief auch zwischen Hessen und Thüringen. Viele Orte erinnern heute in Hessen an die deutsche Teilung.

Informationsstelle ehemalige Grenze zur DDR, Tann (Rhön)

Die innerdeutsche Grenze umschloss Tann von drei Seiten. Aufgrund des großen Interesses an der innerdeutschen Grenze von Anwohnern und Besuchern wurde 1987 in Tann eine "Informationsstelle Grenze zur DDR" eröffnet. Mit dem Zusatz "ehemalige Grenze" wird diese seit der Grenzöffnung 1989 weitergeführt. Die Ausstellung vermittelt die Geschichte der deutschen Teilung und der innerdeutschen Grenze durch zeitgenössische Presseberichte, Fotos, Exponate und einen Videofilm. Die Führungen durch die Informationsstelle werden von einem pensionierten Zollbeamten durchgeführt, der den Alltag der Grenze über Jahrzehnte hautnah miterlebt hat.

Informationsstelle ehemalige Grenze zur DDR
Am Kalkofen 6
36142 Tann
Tel.: 06682-9611-12
Fax: 06682-9611-50
E-Mail: tourist-info(at)tann-rhoen.de

www.tann-rhoen.de

Dokumentationszentrum zur deutschen Nachkriegsgeschichte, Wanfried

Das Dokumentationszentrum zur deutschen Nachkriegsgeschichte entstand aufgrund einer Initiative von Wanfrieder Zollbeamten und der Stadt Wanfried. Sie begannen, Dokumente, Zeitungsartikel und Fotos über die Massenflucht aus der DDR über Ungarn in die Bundesrepublik und über die Grenzöffnung im November 1989 zu sammeln. Das Dokumentationszentrum wurde im Mai 1992 im ehemaligen Keudellschen Schloss eröffnet. Neben Unterlagen zur Öffnung der innerdeutschen Grenze sammelt das Zentrum Material zur Geschichte und zum Hintergrund der deutschen Teilung.
Geöffnet ist an den Wochenenden von März bis Ende Oktober. Nach telefonischer Vereinbarung ist die Benutzung des Dokumentationszentrums auch außerhalb der Öffnungszeiten jederzeit möglich. Führungen durch das Dokumentationszentrum werden in deutscher, französischer und englischer Sprache angeboten.

Dokumentationszentrum zur deutschen Nachkriegsgeschichte
Marktstraße 2
37281 Wanfried
Tel.: 05655-10 67 oder -13 12

www.wanfried.de

Grenzmuseum, Philippsthal/Werra

Das Grenzmuseum im nordhessischen Philippsthal war bis zur Grenzöffnung 1989 eine Einrichtung des bundesdeutschen Grenzzolldienstes. Die Informationsstelle Philippsthal wurde im Februar 1967 eingerichtet, um dem großen Besucherinteresse an der innerdeutschen Grenze entgegenzukommen. Nach der Grenzöffnung 1989 wurde die Informationsstelle zu einem Museum umgewidmet. Die ursprüngliche Ausstellung wurde unverändert übernommen und um eine neue Abteilung ergänzt, in der auf Bildtafeln die Grenzöffnung 1989 dokumentiert ist. Betreut wird die Einrichtung von der Arbeiterwohlfahrt. Diese bietet nach Vereinbarung einstündige Führungen durch das Haus an, die Filme über die innerdeutsche Grenze, die vom damaligen Gesamtdeutschen Institut produziert wurden, mit einschließen.

Grenzmuseum Philippsthal
Schloß 6
Mühlstraße 2
36269 Philippsthal /Werra
Tel.: 06620-14 32

www.philippsthal.net

Gedenkstätte „Point Alpha“, Rasdorf

Gedenkstätte „Point Alpha“

Die US-Armee richtete 1948 auf dem Rasdorfer Berg in der hessischen Rhön unmittelbar an der amerikanisch-sowjetischen Demarkationslinie die Beobachtungsstation „Observation Point Alpha“ ein. Auf dem Gelände des heutigen Grenzmuseums „Point Alpha“, das auf hessischer Seite ca. 30.000 Quadratmeter und auf thüringischer Seite etwa 40.000 Quadratmeter groß ist, werden in drei ehemaligen Baracken sowohl Dauer- als auch Wechselausstellungen zur Geschichte von „Point Alpha“ und zur Geschichte des Ost-West-Konfliktes sowie der deutschen Teilung gezeigt.
Entlang der ehemaligen Grenze zwischen Rasdorf und Geisa verläuft ein „Grenzlehrpfad“. Es stehen Zeitzeugen von der thüringischen und der hessischen Seite mit den thematischen Schwerpunkten Flucht, Alltagsleben in der DDR, Stasi und Diktatur, BGS, US-Streitkräfte im Fuldaer Land und Ereignisse an der innerdeutschen Grenze zur Verfügung. Workshops, Projettage für Schulklassen, Veranstaltungen der Point Alpha Akademie ergänzen im Bereich der Sekundarstufe II bzw. der Erwachsenenbildung das Angebot.

Gedenkstätte Point Alpha
Platz der Deutschen Einheit 1
36419 Geisa
Tel.: 06651-919030
Fax: 06651-919031
E-Mail: service(at)pointalpha.com

www.pointalpha.com

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Montag, 25 September 2017 - Heute vor 64 Jahren

25.9.1953 Der Primas von Polen und Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz, Kardinal Wyszynski, wird verhaftet.