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Brandenburg verfügt über mehrere Erinnerungsorte an die SED-Diktatur und deutsche Teilung. Zum einen gehört ein kleines Stück der ehemaligen innerdeutschen Grenze zu Niedersachsen zu Brandenburg, zum anderen umgibt Brandenburg das ehemals geteilte Berlin.
"Freiheit für meine Akte!" forderten die Menschen ab Dezember 1989 und besetzten landesweit die Dienststellen der Stasi. Die gleichnamige Ausstellung der Außenstelle Frankfurt (Oder) widmet sich vor allem den Auswirkungen der Unterdrückungs- und Zersetzungsarbeit des Staatssicherheitsdienstes auf das Leben der Menschen in den Regionen Frankfurt und Cottbus. Es können Anträge auf Akteneinsicht gestellt werden. Gegen eine Schutzgebühr sind Publikationen der BStU erhältlich. Zahlreiche Informationsschriften sind kostenlos.
BStU Informations- und Dokumentationszentrum Frankfurt/Oder
Fürstenwalder Poststraße 87
15234 Frankfurt/Oder
Telefon: (03 35) 60 68 0
Telefax: (03 35) 60 68 24 19
In der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus werden auf 22.000qm am authentischen Ort gewaltlose Persönlichkeiten vorgestellt, die mit Mut und demokratischer Überzeugung unter die Räder der politischen Justiz des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur gerieten. Politisch motiviertes Unrecht an gewaltlosen Häftlingen steht im Mittelpunkt. Mit hohem bürgerschaftlichen Engagement restaurierten die 150 Mitglieder des Vereins sowie Sponsoren mit öffentlichen Mitteln das Hafthaus 1 in der früheren DDR-Strafvollzugsanstalt.
Der Haftalltag, die Verletzung von Menschenrechten und Biografien von 30 politischen Gefangenen aus beiden deutschen Diktaturen stehen ab Dezember 2013 im Mittelpunkt einer Dauerausstellung im Erdgeschoss. Eine Ebene mit nachempfundenen Zeitzeugenzellen aus verschiedenen Epochen sowie 4 Wanderausstellungen können bereits jetzt besichtigt werden.
Eintritt 3 Euro, Führungen von DDR-Zeitzeugen sind möglich.
Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus
Telefon: (0355) 2901330
Telefax: (0355) 290 13 333
info(at)menschenrechtszentrum-cottbus.de
wochentags 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet
Am 17. Juni 1994, dem 41. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR, wurde die Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft 1933–1989" in Frankfurt (Oder) eröffnet. Die Gedenkstätte dokumentiert Schicksale von Personen, die wegen persönlichem Mut, widerständigem Verhalten, politischer Überzeugung, durch ihren Glauben, durch ihre Herkunft oder einfach nur auf Verdacht in das Räderwerk der politischen Strafsysteme des "Dritten Reiches", der sowjetischen Besatzungsmacht und der SED-Herrschaft gerieten. Die mehrsprachige Dauerausstellung "Eingesperrt … Untersuchungshaft bei der Staatssicherheit in Frankfurt (Oder)" widmet sich beispielhaft den Lebensläufen früherer Häftlinge. Der Eintritt ist frei, Führungen sind möglich.
Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft 1933 – 1989"
Collegienstraße 10
15230 Frankfurt/Oder
Telefon: (03 35) 40 15 6-0
Telefax: (03 35) 4 01 56 11
Die Grenzübergangsstelle Drewitz wurde 1969 an der Grenze zwischen der DDR und West-Berlin errichtet. Heute existiert von der früheren Grenzübergangsstelle nur noch ein Turm. Dieser wird seit 2005 vom Checkpoint Bravo e.V. als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt. Die Ausstellung „FREUNDwärts – FEINDwärts“ vor und im Kommandantenturm schildert Ereignisse und Lebenswege, die sich mit diesem Ort verbinden. Beispielhaft führt sie Schicksale von Flüchtlingen und Transitreisenden vor Augen. Der Eintritt ist frei.
Erinnerungs- und Begegnungsstätte Grenzkontrollpunkt Dreilinden/Drewitz
Bärlappsenke 2
14532 Kleinmachnow
Standort:
Europarc Dreilinden
Albert-Einstein-Ring 45 (ehem. Kommandantenturm)
14532 Kleinmachnow
Am östlichen Ufer der Havel liegt das zum früheren West-Berlin gehörende Heiligensee, am westlichen der zu Hennigsdorf (ehemals DDR) gehörende Ortsteil Nieder Neuendorf. Da die Havel hier besonders schmal ist, gab es zwischen 1961 und 1989 mehrere Fluchtversuche. Zum zehnten Jahrestag des Mauerfalls wurde an der Uferpromenade in einem ehemaligen Grenzturm ein Museum eröffnet. Die "Ständige Ausstellung zur Geschichte der Grenzanlagen zwischen den beiden deutschen Staaten" zeigt auf Schautafeln, Fotos, Grafiken und Statistiken eine Dokumentation über die deutsche Teilung, den Grenzalltag, den Aufbau der Sperranlagen und verschiedene Fluchtversuche.
Stadtarchiv
Hauptstraße 3
16761 Hennigsdorf
Telefon: (0 33 02) 87 73 11
Telefax: (0 33 02) 87 73 19
Standort:
Dorfstraße
16761 Hennigsdorf / Nieder Neuendorf
Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes (KZB) bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die KZB-Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de
Das KZB ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]
Leitfaden für Zeitzeugengespräche
Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.
Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.
>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)
Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.