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Ein großer Teil der ehemaligen innerdeutschen Grenze verlief zwischen Thüringen und den Bundesländern Bayern, Hessen und Niedersachsen. Mehrere Orte erinnern in Thüringen an die Jahre der deutschen Teilung und die SED-Diktatur.
Das Informations- und Dokumentationszentrum wurde 1996 eröffnet. Die Ausstellung zeichnet die geschichtliche Entwicklung des Staatssicherheitsdienstes nach und dokumentiert einige seiner regionalen Aufgaben im ehemaligen Bezirk Erfurt. Dazu zählten insbesondere die Sicherung der Staatsgrenze zur Bundesrepublik und die Überwachung der Transitstrecke zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin.
BStU Informations- und Dokumentationszentrum Erfurt
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt
Telefon: (03 61) 5 51 90
Telefax: (03 61) 55 19 47 19

In fünf Ausstellungsräumen kann sich der Besucher über die Geschichte der deutschen Teilung und deren Auswirkungen auf die Menschen im Grenzgebiet, über Vertreibung und Isolation und die hermetische Abriegelung des Staates DDR informieren. Ein großer Teil der Ausstellung ist der Region gewidmet. Zum Museumsbereich gehören ein elf Meter hoher Beobachtungsturm sowie ein 3,20 Meter hoher Metallgitterzaun, der auf einer Länge von 1.500 Metern erhalten wurde, der parallel dazu verlaufende Kolonnenweg sowie die Rekonstruktion wesentlicher Grenzsicherungsanlagen der DDR. Das Museum bietet nach Vereinbarung Programme (Führungen und Filmvorführungen) zu verschiedenen Themen an.
Grenzmuseum Schifflersgrund
37318 Asbach-Sickenberg
Telefon: (03 60 87) 9 84 09
Telefax: (03 60 87) 9 84 14
Das Grenz- und Heimatmuseum Gräfenthal im Georg-Stift bietet eine umfangreiche Schausammlung zur Entwicklung des Grenzgebietes sowie zur Stadt- und Schlossgeschichte. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der innerdeutschen Grenze und den Entwicklungen im Grenzgebiet um Gräfenthal. Die von Roman Grafe erstellte Dokumentation zeigt die Phasen des Grenzaufbaus ab 1945 bis zum Fall der Mauer 1989. Zudem wird an die seit 1952 durchgeführten Zwangsaussiedlungen im Sperrgebiet erinnert.
Grenz- u. Heimatmuseum Gräfenthal
Obere Coburger Straße 15
98743 Gräfenthal
Telefon: (03 67 03) 88 914 oder 70 675
Telefax: (03 67 03) 80 408

Seit 1995 befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Grenzübergangs Duderstadt-Worbis, an der heutigen Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Thüringen, das Grenzlandmuseum Eichsfeld. Auf über 1.000 Quadratmetern wird hier über die Geschichte der deutschen Teilung informiert. Zu dem Museum gehören eine Dauerausstellung im ehemaligen Zollverwaltungsgebäude des Grenzübergangs und ein Freigelände mit teils originalgetreuen Grenzsperranlagen. Das Grenzlandmuseum Eichsfeld bietet nach Vereinbarung verschiedene Führungen an. Ein weiteres Angebot sind historisch-ökologische Führungen durch die Außenanlagen und über den Grenzlandweg.
Grenzlandmuseum Eichsfeld
Duderstädter Straße 5-7
37339 Teistungen
Telefon: (03 60 71) 9 71 12
Telefax: (03 60 71) 9 79 98
Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes (KZB) bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die KZB-Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de
Das KZB ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]
Leitfaden für Zeitzeugengespräche
Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.
Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.
>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)
Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.