Bild:  Kriemhild Frieda Marie Mader

Kriemhild Frieda Marie Mader, Berlin (Berlin)

"Dass die Grenze zu unseren Lebzeiten fallen würde, war für uns unvorstellbar."

Thema: Grenzerfahrungen, Bildung/Erziehung/Heimerfahrungen, Mauerfall 9. November 1989

Biografisches

1959 geboren in Schönberg (Mecklenburg)
1978
Abitur
bis 1982 Studium in Güstrow und Minsk
1982-1991
Tätigkeit als Lehrerin für Deutsch und Russisch in Berlin
1991-2006
Mitarbeit in einer Druckerei in Caracas, Venezuela, anschließend Mitarbeit in eigener Familiendruckerei in Berlin
2007-2010
befristet im Schuldienst angestellt
seit 2011 selbstständig als Autorin, Trauerrednerin und Sängerin

Veröffentlichung

Kriemhild Frieda Marie Mader: "Vom Leben am Rand der roten Scheibe", Köln 2015.

Kurzbeschreibung

"Es war wie ein Käfig im eigentlichen Gefängnis. Zuerst durften die Menschen noch im Grenzsee baden gehen. Dann wurden weit vor ihm Stolperdrähte gezogen, die bei Berührung Leuchtraketen in den Himmel jagten. Die Stolperdrähte wurden irgendwann zu hohen Streckmetallzäunen. Nach Westen zu. Auf der anderen Seite des Dorfes errichtete man Schlagbäume und Kontrollhäuschen. An allen Ecken und Enden standen Warnschilder. Der Umgang mit Ausweis und Passierschein bestimmte den Alltag." Kriemhild Frieda Marie Mader wuchs in Schlagsdorf (damals Bezirk Schwerin, jetzt Mecklenburg-Vorpommern) am Rande zu Schleswig-Holstein auf. Schlagsdorf lag im Sperrgebiet der ehemaligen DDR, direkt neben dem Grenzzaun zum Westen auf der einen Seite - und hinter einer Schranke zur übrigen DDR auf der anderen Seite. Die Autorin hat dort gelernt, unter permanenter Bewachung zu leben. Nach der Schule verließ sie das Heimatdorf und wurde Lehrerin, die im Schuldienst angepasst zu sein hatte. Doch sie stand nicht mit voller Überzeugung hinter dem, was von ihr als Lehrerin verlangt wurde. Ihrer Bitte nach einer Kündigung stellte der Schulleiter ihr die Forderung entgegen, in die Partei einzutreten. Kriemhild Frieda Marie Mader traute ihren Ohren nicht.

Interview

Interview mit Kriemhild Frieda Marie Mader über das Leben im Sperrgebiet und den Fall der Mauer, den sie in Ost-Berlin erlebte.

 

"Vom Leben am Rand der roten Scheibe" - Kriemhild Frieda Marie Mader kehrt in dem Video zurück nach Schlagsdorf und führt in ihr Buch ein.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Mittwoch, der 28. September 2016 - Heute vor 60 Jahren

28.9.1956: Die sowjetische Regierung rehabilitiert alle ehemaligen Soldaten, die nach ihrer Rückkehr aus deutscher Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion erneut verurteilt worden waren.