Bild:  Olaf Wieland

Olaf Wieland, Berlin (Berlin)

"Einen Menschen lieben heißt, ihn so zu sehen, wie Gott ihn gemeint hat. (F. Dostojewski)"

Biografisches

Geboren in Friedland/Mecklenburg
1972-1980 POS Friedland
1980-1982 EOS „Friedrich Engels“ Neubrandenburg
1983-1985 Ausbildung zum Keramiker bei Zentrum Bildende Kunst Neubrandenburg, Töpfergeselle u.a. beim Staatlichen Kunsthandel der DDR in Marwitz bei Berlin
1988-1989 berufsbegleitende Ausbildung zum künstlerischen Leiter an der Kulturakademie Puchow
1991-1992 ABM und gewerkschaftliches Engagement
1992 Umzug nach Hamburg
2010-2011 Weiterbildung an der Staatlichen Fachschule für Keramik in Höhr-Grenzhausen / Rheinland-Pfalz
2012 Praktikum bei der Gewerkschaft ver.di Landesbezirk Hamburg im Fachbereich 3 - Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen und in der Betriebsorganisation
Seit 2012 wohnhaft in Berlin-Pankow. Als Autor und in der gewerkschaftlichen Arbeit aktiv


Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)

Olaf Wieland: Vom Segen gemeinsamer Arbeit. Neuapostolische Kirche und das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der damaligen DDR, Berliner Dialog. Informationen und Standpunkte zur religiösen Begegnung, BD 31, Juli 2014, ISSN 0948-0390

Olaf Wieland: Vom Segen gemeinsamer Arbeit. Die Anpassungsstrategie der Neuapostolischen Kirche in der DDR, Freikirchenforschung 21, Münster 2012, ISBN 978-3-934109-13-1

Olaf Wieland: Von einer 'Sekte' zur 'Freikirche'? Freikirchenforschung 16, Münster 2007, ISBN 978-3934109087

Olaf Wieland: In der Stille den Glaubensweg gehen. Die Neuapostolische Kirche in der DDR, Freikirchenforschung 18, Münster 2009, ISBN 978-3934109100

Kurzbeschreibung

Olaf Wieland ist in einem neuapostolischen Elternhaus aufgewachsen. Auf der Grundlage des 10. Glaubensartikels galt es, den DDR-Staat als Obrigkeit kritiklos zu akzeptieren. Wieland war Jung- und Thälmannpionier, Gruppen- und Freundschaftsratvorsitzender sowie Fahnenträger und später in der Freien Deutschen Jugend (FDJ) in der Grundorganisationsleitung (GOL). Aufgrund seiner sehr guten schulischen Leistungen konnte Wieland die Erweiterte Oberschule (EOS) besuchen. In den achtziger Jahren entwickelte Olaf Wieland eine kritische Haltung gegenüber der sozialistischen Wirklichkeit, welche im Widerspruch zu den proklamierten sozialistischen Idealen stand. Ihn störte der Opportunismus und der vorauseilende Gehorsam der damals in der DDR drittgrößten Religionsgemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK). Im Rahmen dieses Konflikts wurde ihm das Abitur verwehrt. Wieland suchte Anschluss an die subkulturelle Heavy-Metal-Bewegung. Dies war für ihn Ausdruck seines Protestes gegenüber "Spießbürgerlichkeit" und der opportunistischen Haltung seiner Herkunftskirche NAK, bei der er das Amt des Unterdiakon innehatte.

Dokumentarfilm: "Immer bereit - Junge Pioniere in der DDR"

Filmautor Lutz Pehnert zeigt, wie Kinder in der DDR zu neuen, besseren Menschen erzogen werden sollte. In den DDR-Propagandafilmen wurden Kinder als Idole einer neuen Gesellschaftsform gefeiert, die den Sozialismus in die Welt hinaustragen und begeistert in Reih und Glied marschieren. Der Film deckt die ideologischen Strukturen und Absichten auf und differenziert zwischen Propaganda und Pionieralltag. Die Mechanismen der Organisation werden durch persönliche Geschichten und Beispiele von Zeitzeugen konkret. Auch Olaf Wieland wirkte an dem Film mit und berichtet darin von seinen Erfahrungen. ZDFinfo, 45 Min.

Interview

Interview mit Olaf Wieland: "IM Apostel", in: Evangelische Wochenzeitschrift "Die Kirche", 14.7.2004.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Samstag, der 1. Oktober 2016 - Heute vor 60 Jahren

1.10.1956: Auf zehn Theaterbühnen in der Bundesrepublik, in Dresden, in Zürich und in Wien wird das Stück »Das Tagebuch der Anne Frank« uraufgeführt.