Bild: Dr. Matthias Kluge

Dr. Matthias Kluge, Sachsen (Crimmitschau)

"Das „Christliche Friedensseminar Königswalde“ war den DDR-Oberen ein Dorn im Auge."

Thema: Parteien, Bürgerrechtsbewegung

Biografisches

1963 geboren in Crimmitschau, verheiratet, vier Kinder
1970-1980 Polytechnische Oberschule
1980er Jahre aktive Mitarbeit in Friedenskreisen
1982-1991 Schlosser im VEB Zwickauer Maschinenfabrik
1985-1987 Bausoldat
1989 Mitbegründer des „Neuen Forums“ Königswalde
1993-1998 Studium an der Technischen Universität in Chemnitz
2002 Promotion
Heute
ist Kluge Dozent am Lehrstuhl für Neuere und Neuste Geschichte

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Matthias Kluge: Das Christliche Friedensseminar Königswalde bei Werdau. Ein Beitrag zu den Ursprüngen der ostdeutschen Friedensbewegung in Sachsen. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2004.

Kurzbeschreibung

Matthias Kluge durfte nach dem Abschluss der Polytechnischen Oberschule das Abitur nicht ablegen, weshalb er eine Lehre zum Maschinenbauer machte. Er war weder Mitglied bei den Jungpionieren, noch erhielt er die Jugendweihe. Erst im vereinigten Deutschland holte er auf der Abendschule das Abitur nach und studierte mit anschließender Promotion an der Technischen Universität Chemnitz Politik und Geschichte. 1978 kam er mit der kirchlichen Jugendarbeit in Berührung und engagierte sich seit dem aktiv in Friedenkreisen, etwa im Christlichen Friedensseminar Königswalde. Schließlich verweigerte er den Dienst an der Waffe und war bis 1987 Bausoldat. Deshalb wurde er zu Beginn der 1980er Jahre vom MfS im Operativen Vorgang „Ratte“ observiert. Im Herbst 1989 engagierte er sich in der Bürgerrechtsbewegung und war Mitbegründer des örtlichen „Neuen Forums“. Seit seiner Promotion zum Thema „Friedensseminar Königswalde“ ist er als freiberuflicher Dozent tätig. 

Unterrichtsmodule

Die Unterrichtsmodule zu den Themen "Bürgerrechtsbewegung" und "Parteien" beinhalten Anregungen zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen zu diesem Thema im Unterricht und für eine Begegnung mit Matthias Kluge. Die Module "Arbeit am Begriff Zeitzeuge“ und "Zeitzeugenbegegnungen" können in der Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Unterrichtseinheiten zum Einsatz kommen.

 

Matthias Kluge im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern (Video):

Bei dem Projekt „Stimmen der Opposition“ führen Schülerinnen und Schüler Interviews mit einem Zeitzeugen. Es entsteht ein Bild der DDR-Bürgerrechtsbewegung, gesehen mit den Augen der heutigen Jugendlichen. Das Zeitzeugeninterview mit Matthias Kluge wurde veröffentlicht. Eine Kurzversion finden Sie hier.

Projekt der Deutschen Gesellschaft e.V., gefördert durch die Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Samstag, der 30. Juli 2016 - Heute vor 60 Jahren

30.7.1956: Chruschtschow nennt die Verstaatlichung des Suezkanals durch die ägyptische Regierung ein berechtigtes Vorgehen und warnt vor Sanktionen gegen Ägypten.