Bild:  Immo Sennewald

Immo Sennewald, Baden-Württemberg (Baden-Baden)

"Eigensinn verpflichtet!"

Thema: Kunst, Kultur und Literatur, Flucht/Ausreise/Freikauf, Medien

Biografisches

10.10.1950
in Suhl (Thüringen) geboren
1957-1965
 Polytechnische Oberschule
1965-1969 Erweiterte Oberschule mit Facharbeiterbrief als Kfz.-Mechaniker
1969-1973 Physikstudium an der Humboldt-Universität Berlin, Abschluss als Dipl.-Physiker
1973-1975 Wissenschaftlicher Assistent an der Akademie der Wissenschaften           
1975-1979 Studium am Regieinstitut (später Hochschule für Schauspielkunst) Berlin, Abschluss als Dipl.-Schauspielregisseur
1979-1985 Arbeiten an verschiedenen Theatern und an der Hochschule für Schauspielkunst und mit einer freien Theatergruppe, Berufsverbot, Ausreiseantrag
März 1989 Ausbürgerung, Übersiedlung in die Bundesrepublik
seit 1990 Selbstständig als Autor, Regisseur, Produzent für ARD, ZDF, arte in Deutschland, Frankreich, China unterwegs
lebt seit 2000 in Baden-Baden

Immo Sennewald steht auch für Zeitzeugengespräche in Braunschweig und Umgebung sowie in Berlin zur Verfügung.

 

Kurzbeschreibung

Nach dem Abitur in Suhl absolvierte Sennewald ein Physikstudium an der Humboldt-Universität in Berlin. Anschließend erhielt er eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Sennewald hatte neben seinem Studium seit Anfang der 1970er Jahre in Theateraufführungen der Berliner Volksbühne und von Shakespeares "Leben und Tod König Richard III" (Deutsches Theater Berlin) als Komparse mitgewirkt, dort die Bekanntschaft kritischer Regisseure, Autoren und Schauspieler gemacht, die ihn zum Berufswechsel bewogen. Als 1974 das Institut für Schauspielregie in Berlin gegründet wurde, schrieb er sich für ein Regiestudium ein. 1979 beendete er dieses mit dem Abschluss als Diplom-Schauspielregisseur. Danach wurde er am Theater in Schwedt an der Oder engagiert. Er verließ das Theater wegen anhaltender Eingriffe der Staatssicherheit, gründete die erste und einzige Freie Theaterproduktion der DDR, war freiberuflich als Regisseur und Schauspieler an Theatern, im Funk, Film und Fernsehen, als Rundfunk- und Synchronsprecher, Dozent für Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst und als Autor in Berlin tätig, bis 1984 ein Berufsverbot seine Arbeit unterdrückte. Im März 1989 wurde ihm die Ausbürgerung und Übersiedlung in die Bundesrepublik genehmigt.

Eigene Veröffentlichungen

Immo Sennewald: Raketenschirm. Roman. Salier Verlag, 2013.
Immo Sennewald: Babels Berg. Roman. Salier Verlag, 2010.
Immo Sennewald: Blick vom Turm. Roman. Salier Verlag, 2008.

Berichte

Heimspiel. Zeitungsbericht über die Lesung von Immo Sennewald aus seinem neuen Roman "Raketenschirm" in der Stadtbücherei in Suhl (Deutschland Today, 12.09.2012)

Hier geht es zum Weblog des Romans "Raketenschirm".

Buchrezension: "Kluge und äußerst vergnügliche Lektüre", Salli Sallmann, kulturradio, 13.12.2012

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

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Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

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28.9.1956: Die sowjetische Regierung rehabilitiert alle ehemaligen Soldaten, die nach ihrer Rückkehr aus deutscher Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion erneut verurteilt worden waren.