Bild:  Joachim Jauer

Joachim Jauer, Berlin (Berlin)

"Heute endet an dieser Stelle die jahrzehntelange Teilung Europas in Ost und West. Die Öffnung des Eisernen Vorhangs wird unabsehbare Folgen für Europa haben, insbesondere für die Deutschen und die DDR."

Thema: Medien, Mauerbau 13. August 1961, Deutsche Einheit

Biografisches

1940 in Berlin geboren
1950er Studium der klassischen Philologie, Philosophie und Geschichte in West-Berlin
1961-1966 Redakteur und Moderator des RIAS-Frühprogramms, seit 1966 Redakteur beim ZDF, Korrespondent in der DDR 
1972-1982 Dozent Filmhochschulen in Berlin und München, Leiter des ZDF-Büros in der DDR
1982-1984 Leiter der ZDF-Redaktion „Kennzeichen D“ und Dozent an der FU 1984-1987 Stellvertretender Studioleiter Bonn, Moderator „Bonner Perspektiven“
1987-1990 Leiter des ZDF-Studios in Wien, Sonderkorrespondent für Ost-Europa
1990-1995 Leiter der ZDF-Redaktion „Kennzeichen D“
1995-1999 Leiter des Studios in Wien für Ost- und Mitteleuropa
1999-2002 Leiter des ZDF-Landesstudios Berlin und Moderator „Berlin direkt“seit 2002 Autor von Fernsehdokumentationen

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Jauer, Joachim: Kennzeichen D: Friedliche Umwege zur deutschen Einheit, 2015.

Jauer, Joachim: URBI ET GORBI. Christen als Wegbereiter der Wende. Freiburg: Herder-Verlag, 2009.                                      

Kurzbeschreibung

Joachim Jauer, Journalist und Autor, wuchs in West-Berlin direkt an der Grenze zum Sowjetischen Sektor auf. Seine ersten journalistischen Erfahrungen sammelte der studierte Geisteswissenschaftler bei RIAS in West-Berlin, wo er die Entwicklungen in der DDR zu beobachten lernte.

Anschließend wechselte er als Moderator und Redakteur zum  ZDF und beteiligte sich unter anderem an den Sendereihen „Drüben“ und „Kennzeichen D“.  Beim Sender arbeitet er über 30 Jahre aktive und drehte zahlreiche Formate, darunter erste Schwarz-Weiß-Reportagen aus der DDR. Ende der 1970er siedelte er als Korrespondent des ZDF nach in Ost-Berlin über bis er 1987 als Sonderkorrespondent für Ost- und Mitteleuropa zum Chronisten der Revolutionen in Budapest, Prag, Sofia, Bukarest wurde. Er beobachtete professionell den Massenexodus von DDR-Bürgern aus Ungarn und der Tschechoslowakei, er berichtete live aus Hegyeshalom oder vor der Prager Botschaft, war Zeuge der samtenen und der Friedlichen Revolution.

Material

"Deutsche Einheit: 'Sie wurden nicht nur frei, sie wurden auch völlig ungewohnt gefordert.'" - Am 25. Jahrestag der deutschen Einheit erinnert Joachim Jauer an die Tage rund um den 3. Oktober 2015. Interview auf www.bpb.de

"Berlin arbeitet immer noch daran, zusammen zu wachsen" - der Fernsehjournalist Joachim Jauer war der erste westdeutsche Korrespondent in der DDR und später - beim Zusammenbruch der DDR 1989 - als ZDF-Korrespondent zuständig für die Staaten des ebenfalls zerfallenden Warschauer Paktes. Interview mit SWR1 Leute, 2013.

Interview mit Joachim Jauer, Dezember 2010.

"Mythen von 1989 zerlegt" - 25 Jahre nach dem Fall der Mauer diskutiert Joachim Jauer über das Paneuropäische Picknick, die Prager Botschaft und die Montagsdemonstrationen. Märkische Online-Zeitung, 16.10.2014

"Der Mann von drüben", Berliner Zeitung, 2002.

Unterrichtsmodule

Die Unterrichtsmodule zum Thema "Deutsche Einheit" und "Medien" beinhalten Anregungen zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen zu diesem Thema im Unterricht und für eine Begegnung mit Joachim Jauer. Die Module "Arbeit am Begriff Zeitzeuge“ und "Zeitzeugenbegegnungen" können in der Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Unterrichtseinheiten zum Einsatz kommen.

00:00
Fullscreen

Zeitzeugeninterview mit Joachim Jauer

Im Auftrag der Bundestiftung Aufarbeitung interviewten Hans Sparschuh und Rainer Burmeister von Heimatfilm GbR Joachim Jauer als Zeitzeugen des Mauerbaus von 1961. Das vollständige Interview befindet sich im Archiv der Bundesstiftung. Im Folgenden werden einige Ausschnitte daraus gezeigt.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Sonntag, 11 Dezember 2016 - Heute vor 60 Jahren

11.12.1956 In Ungarn beginnt ein Generalstreik, auf den die Regierung mit der Ausrufung des Ausnahmezustands im ganzen Land reagiert. Ganz Budapest ist ohne Strom.