Bild:  Urte von Maltzahn-Lietz

Urte von Maltzahn-Lietz, Sachsen (Leipzig)

"Der Herbst 1989 war ein Glücksfall in der Geschichte."

Thema: Deutsche Einheit, Bürgerrechtsbewegung, Kirche

"...Was Menschen ohne Gewalt bewirken konnten, dass sich ein scheinbar übermächtiges System geschlagen geben musste – dies gehört sicher zu den ganz seltenen Erfahrungen, die man in seinem Leben machen kann."

Biografisches

1972 geboren in Güstrow/Mecklenburg
1990 Facharbeiterabschluss
1993 Abitur auf dem zweiten Bildungsweg
bis 2000 Studium Universität Leipzig (Sprachen Magister)
ab 2003 freiberufliche Tätigkeit als Illustratorin und Grafikerin
ab 2003 angestellte Tätigkeit als Projektkoordinatorin in den Bereichen: Musik- und Theaterfestivalbetreuung, Kinder- und Jugend- sowie Erwachsenenbildung im Raum Kirche und Schule, Präventionsprojekte der Psychiatrie

Kurzbeschreibung

Ich wuchs in einem Pfarrhaushalt auf. Meine Eltern waren an der Gründung des Neuen Forums beteiligt. Besonders mein Vater hatte in Mecklenburg großen Anteil an oppositionellen Aktivitäten in der Region, die im Herbst 1989 kulminierten. Von diesen Erfahrungen war meine Kindheit und die meiner drei Geschwister geprägt. Für meinen Lebens- und Ausbildungsweg hatte dies unter anderem zur Folge, dass ich nach der 10. Klasse nicht die Erweiterte Oberschule besuchen durfte. Ich begann eine Ausbildung bei der HO, der größten Einzelhandelskette der DDR. Über diese Zeit habe ich unter anderem in dem Buch „Aufrecht im Gegenwind“ (Herausgeber Sebastian Pflugbeil, Evangelische Verlagsanstalt 2010) berichtet. In dem Buch sind weitere Zeitzeugenberichte von Menschen zu lesen, die zur Zeit der friedlichen Revolution Kinder oder Jugendliche waren.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

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Zeitzeugengespräche führen

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Sonntag, 11 Dezember 2016 - Heute vor 60 Jahren

11.12.1956 In Ungarn beginnt ein Generalstreik, auf den die Regierung mit der Ausrufung des Ausnahmezustands im ganzen Land reagiert. Ganz Budapest ist ohne Strom.