Bild:  Christoph Becke

Christoph Becke, Nordrhein-Westfalen (Ruppichteroth)

"Löse das Problem oder löse dich vom Problem."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, politische Haft

Biografisches

1952 in München geboren
1971 Abitur in Ludwigsfelde
1978 Hochschulabschluss Dipl.-Ing. an der TU-Bergakademie Freiberg
Verhaftung wegen Republikflucht
1979 Freikauf durch die Bundesrepublik
1980 zweiter Hochschulabschluss Dipl.-Ing. an der TU-Clausthal-Zellerfeld
derzeit bei Zurich (Versicherung) in Bonn beschäftigt

Kurzbeschreibung

Als Sohn eines aus dem Westen in den Osten übergesiedelten und christlichen „Intelligenzlers“ habe ich es glücklicherweise hinbekommen, sowohl mein Abitur als auch das Studium zu absolvieren. Das ging nur mit zwei „Platten“ im Kopf und einem hohen Grad an Menschenkenntnis. Die erste Platte war die öffentliche, die zweite die private Meinung. Öffentlich musste man mit den Wölfen mit heulen, die schöne DDR lobpreisen. Die private Meinung konnte man nur mit Personen des Vertrauens teilen. Dieses Spiel war im SED-Staat gefährlich und sehr belastend. Daher war mir persönlich sehr früh klar, niemals in die SED einzutreten und nach dem Studium keinen Tag länger in der DDR zu bleiben. Rausreden konnte ich mich immer, da ich als Katholik nicht Mitglied einer atheistischen Partei werden könnte. Bis dahin nutzte ich das DDR-System aus wo es nur ging, unternahm u.a. Reisen in die UdSSR auf Staatskosten. Wegen meiner zweiten "Platte" habe ich zugleich viel politisches Elend sehen können. Das kommunistische System war verlogen und für die Gegner grauenhaft. Diese Systemkenntnis hat mir während meiner Haftzeit sehr geholfen. Ich habe mich nicht provozieren lassen, habe niemanden beleidigt. Mir war es wichtig, in der Haft nicht das Fleisch an meinen Knochen zu verlieren und zugleich der Stasi höflich aber wasserklar den Eindruck zu hinterlassen, für die DDR verloren zu sein – und, dass es besser ist, mich ziehen zu lassen.

Berichte

Artikel von Christoph Becke über DIE LINKE.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Montag, 11 Dezember 2017 - Heute vor 28 Jahren

11.12.1989 Nach der Regierungsneubildung unter Vorsitz des Reformkommunisten Marián Calfa feiern die Menschen in Prag mit Glockenläuten und Sirenen den Sieg über die KPC.