Bild:  Christine Friedrich

Christine Friedrich, Baden-Württemberg (Sinsheim)

"Nur in der Freiheit können wir unser einmaliges Leben entfalten…"

Thema: Kunst, Kultur und Literatur, Grenzerfahrungen, Deutsche Einheit, Medien

Biografisches

1959 in Greifswald geboren, verheiratet, 2 Kinder
Studium in der Fachrichtung Kulturwissenschaften, Kulturpädagogik (FH)
1974-1976 verweigerte man der Arzttochter die Aufnahme in die Abiturklasse
1976-1978 Lehre als Finanzkaufmann/Staatshaushalt
1978-1981 Studium
1981-1982 kulturpolitische Mitarbeiterin beim Rat des Kreises Oschatz
1982-1985 wissenschaftliche Assistentin im Museum für Stadtgeschichte Dessau
1985-1989 Pressereferentin am Landestheater Dessau
6. Oktober 1989 Flucht über Ungarn in die Bundesrepublik
seit 1990 Stadthistorikerin und Museumspädagogin im Stadt- und Freiheitsmuseum Sinsheim und Vorstandsvorsitzende des Geschichtsvereins www.geschichtsverein-sinsheim.de

Eigenständige Veröffentlichung
Friedrich, Christine: Der Himmel jenseits der Mauer. Roman. Oldenburg: Schardt-Verlag, 2006.

Kurzbeschreibung

1974 und 1976 verweigerte der Arbeiter- und Bauernstaat der Arzttochter mit einem Notendurchschnitt von 1,1 die Aufnahme in die Abitursklasse, weil sie ein „I“ für Intelligenz hinter ihrem Namen hatte. Weil sie seit 1986 bei ihrer Pressearbeit am Landestheater Dessau regimekritische Aspekte einiger Inszenierungen in die Presse brachte, war sie besonders im Herbst 1989 Repressalien und Verhören ausgesetzt. Am 6. Oktober 1989 floh sie mit ihrem Ehemann und zwei kleinen Kindern über Ungarn in den Westen. In Baden-Württemberg fand die Journalistin, Autorin und Fotografin viele neue Betätigungsfelder. Neben ihrer Arbeit im Museum widmet sie sich mit Leidenschaft dem Theaterspiel, organisiert als Vorsitzende des Geschichtsvereins Studienreisen vorzugsweise in den Osten Deutschlands oder in die USA und schreibt Bücher. 2006 erschien ihr Roman „Der Himmel jenseits der Mauer“, der den Alltag der Jugend in der DDR und die Ausreisewelle 1989 thematisiert. Mit ihrem Ehemann leitet sie seit 20 Jahren das Stadt- und Freiheitsmuseum in Sinsheim, wo sie im Jahr 2009 eine Ausstellung, eine Revue und zahlreiche Veranstaltungen zum Thema „20 Jahre Mauerfall“ organisierten. 

Berichte

"Dem Regime ein Dorn im Auge" - Christine Friedrich berichtete der Jahrgangsstufe 11 am Litauischen Gymnasium im Lampertheimer Stadtteil Hüttenfeld von ihren Erfahrungen in der DDR. Echo 6.9.2016.

"Mauerfall 1989 - Die Vorhut" - In der ZEIT berichtet Christine Friedrich von ihrer Flucht im Oktober 1989. Artikel von Christian Staas, September 2009.

"Fluchtpläne im Unrechtsstaat" - Christine und Holger Friedrich geben einen Einblick in ihr Leben in der DDR. Sie erzählen, aus welchen Gründen sie die DDR verlassen wollten und, was sie zunächst zurück gehalten hat. Artikel von Annette Gast-Prior, Mai 2009, Stimme.de.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

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Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Sonntag, 11 Dezember 2016 - Heute vor 60 Jahren

11.12.1956 In Ungarn beginnt ein Generalstreik, auf den die Regierung mit der Ausrufung des Ausnahmezustands im ganzen Land reagiert. Ganz Budapest ist ohne Strom.