Bild:  Peter Fischer

Peter Fischer, Niedersachsen (Achim)

"Ich sah die DDR, auch im Fortgang meiner eigenen Entwicklung, tatsächlich nur als Provisorium an. Zudem hielt ich die DDR unter der Fuchtel Ihrer Besatzungsmacht für keine Alternative"

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kunst, Kultur und Literatur

Biografisches

1943
in Suhl geboren
Studium in Halle und im Ostteil Berlins
1970er mehrere Fluchtversuche
1974-1975 Inhaftierung in Berlin, Cottbus und Chemnitz
1975 Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland
2008 Auszeichnung mit dem Lyrikpreis der Zeitschrift „Dulzinea“
heute als freier Autor tätig
Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller, Mitglied des Vereins Bremer Literaturhaus. Mehr über Peter Fischer unter www.peter-fischer-suhl-autor.de/

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Fischer, Peter: Der Fall. Ludwigsfelde: Ludwigsfelder Verlagshaus, 2011.
Fischer, Peter: Der Schein. Ludwigsfelde: Ludwigsfelder Verlagshaus, 2007. Ein Roman von einer Jugend im geteilten Deutschland. 
Fischer, Peter: Ananke. Ludwigsfelde: Ludwigsfelder Verlagshaus, 2008.
Fischer, Peter: Kirche und Christen in der DDR. Berlin: Verlag Gebr. Holzapfel, 1978.

Am 1. Juni 2012 verstarb Peter Fischer im Alter von 69 Jahren.

Kurzbeschreibung

Peter Fischer verbrachte die Kindheit in seiner Geburtsstadt Suhl. Nach dem Studium in Halle und im Ostteil Berlins war Fischer als Schriftsteller tätig. Jedoch geriet er bereits in den 1960er Jahren in Konflikt mit dem politischen System der DDR. Es folgten mehrere Versuche, das Land zu verlassen. Ein Fluchtversuch über Ungarn scheiterte. Fischer kam daraufhin in das MfS-Untersuchungsgefängnis in Berlin-Pankow, später nach Cottbus und Chemnitz. Nach seinem Freikauf 1975 durch die Bundesrepublik Deutschland lebte Fischer zunächst im Westteil Berlins, später in Hamburg. Dort war er als freier Journalist, Redakteur, Sachbuchautor und Lyriker tätig. 2004 erschien – heute bereits in dritter Auflage – sein Roman „Der Schein“. Darin verarbeitete Fischer seine Kindheit im geteilten Deutschland. „Der Schein“ ist der erste Teil einer Trilogie, welche über das politische und soziale Leben in der DDR sowie der Bundesrepublik erzählt. 2008 erhielt Fischer für seinen Lyrikband „Ananke“ den Lyrikpreis der Zeitschrift „Dulzinea“. Heute lebt der preisgekrönte Schriftsteller als freier Autor zusammen mit seiner Familie in Achim bei Bremen. Fischer ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und des Bremer Literaturhauses.

Berichte

Bericht über Peter Fischers Lesung an einem Gymnasium in Verden in der Kreiszeitung Syke vom 11. Januar 2011

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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