Bild:  Karl-Ernst Selke

Karl-Ernst Selke, Brandenburg (Wusterhausen/Dosse)

"Die Macht liegt auf der Straße und irgendwer muss sie aufheben, um ein Chaos zu verhindern."

Thema: Kirche, Bürgerrechtsbewegung, Volkskammer, Runder Tisch, Parteien, Mauerbau 13. August 1961

Biografisches

1944 in Zirke/Warthe geboren
1958-1961 Gymnasium in Berlin-Grunewald
1962-1964 Volkshochschule und Abitur in Falkensee
Theologiestudium am Sprachenkonvikt Berlin (Ost-Berlin)
1973 Ordination in Potsdam
1974 Pfarrer in Wusterhausen/Dosse
1990 März bis Oktober Mitglied der Volkskammer
1990 Oktober bis Dezember Mitglied des Bundestags
ab 1991 erneut Pfarrer in Wusterhausen
ab 2002 vorzeitig Pensionierung wegen Erkrankung

Karl-Ernst Selke ist am 12. Mai 2013 verstorben.

Kurzbeschreibung

Karl-Ernst Selke war 1961, im Jahr des Mauerbaus, Gymnasiast in West-Berlin. Im Anschluss an das Abitur studierte er Theologie in Ost-Berlin. Ab Dezember 1989 war der damalige Pfarrer der Gemeinde Wusterhausen Leiter des Runden Tisches des Kreises Kyritz sowie Mitbegründer und Leiter des Runden Tisches der Stadt Wusterhausen. Auf Bitte des CDU-Kreisverbandes Kyritz kandidierte er für die Volkskammerwahl am 18. März 1990 und wurde auf Listenplatz 7 der Bezirksliste Potsdam gewählt. Ab Juli 1990 war er Pfarrer im Wartestand, da das Abgeordnetenmandat und der Pfarrdienst sich nicht vereinbaren ließen. In der Volkskammer war Selke Mitglied der Fraktion CDU/DA und der Ausschüsse für Inneres sowie für Verfassungs- und Verwaltungsreform. Von Oktober bis Dezember 1990 war er Mitglied der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Ende 1990 unternahm er mit einer Delegation niedersächsischer Landespolitiker eine Auslandsreise, um sich über die Einheiten der Bundesluftwaffe zu informieren. Ab 1991 war er wieder Pfarrer in Wusterhausen und zeitgleich noch einige Jahre in der CDU-Ostprignitz-Ruppin als Vorstandsbeisitzer und Delegierter im Landesparteitag. Außerdem war er über zehn Jahre lang Schöffe am Landgericht Neuruppin. Seit seiner Frühpensionierung ist er Heimatforscher und Archivar seines Kirchenkreises.

Zeitzeugeninterview mit Karl-Ernst Selke

Im Auftrag der Bundestiftung Aufarbeitung interviewten Hans Sparschuh und Rainer Burmeister von Heimatfilm GbR Karl-Ernst Selke als Zeitzeugen des Mauerbaus von 1961. Das vollständige Interview befindet sich im Archiv der Bundesstiftung. Im Folgenden werden einige Ausschnitte daraus gezeigt.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

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Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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