Bild:  Christian Dietrich

Christian Dietrich, Thüringen (Nohra)

"Europa war nach dieser Sommerpause anders."

Thema: Bürgerrechtsbewegung, Kirche, Parteien

Biografisches

1965 in Jena geboren, verheiratet, vier Kinder
1982 staatliches Schulverbot
1983 Ausreiseantrag
1985 Abitur am kirchlichen Proseminar Naumburg
Leiter Friedensarbeitskreis Naumburg, Mitbegründer Arbeitskreis Solidarische Kirche
1988 Umzug nach Leipzig
Demokratische Initiative, Organisation mehrerer Demonstrationen, Herausgabe Samisdat-Zeitschriften
1989 Naumburg (Saale): Geschäftsführer Demokratischer Aufbruch, Leitungskreis Neues Forum, Ausschuss zur Untersuchung von Amtsmissbrauch und Korruption
1991 Gründung „Archiv Bürgerbewegung Leipzig“
seit 2000 Pfarrer in Nohra

Kurzbeschreibung

Christian Dietrich erhielt keine Zulassung zum Abitur, weshalb er das Kirchliche Proseminar Naumburg besuchte. Danach verrichtete er verschiedene Gelegenheitsarbeiten und war Gaststudent. Er übernahm außerdem auch die Leitung verschiedener oppositioneller Arbeitskreise und war Herausgeber verschiedener Samisdatpublikationen. Im Herbst 1988 zog er nach Leipzig. Hier widmete er sich der Entwicklung von öffentlichkeitswirksamen Protestaktionen unter anderem organisierte er die Demonstration am 4. September 1989 in Leipzig mit. Ab Oktober 1989 studierte er Theologie in Naumburg. Er war Geschäftsführer des Demokratischen Aufbruchs und Vorsitzender des Untersuchungsausschusses Korruption und Amtsmissbrauch im Kreis Naumburg. 1991 war er Mitbegründer und Vorstand des „Archiv Bürgerbewegung“ und der Stiftung „Runder Tisch“. Nach dem Ersten Theologischen Examen war er Mitarbeiter am Institut für kirchliche Zeitgeschichte Naumburg. Er veröffentlichte verschiedene Publikationen und konzipierte mehrere Ausstellungen zur Zeitgeschichte. Seit 1997 lebt er in Thüringen und ist Pfarrer, seit 2000 in Nohra, nahe Weimar, und betreut dort sechs Kirchen.

 

Christian Dietrich im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern (Video):

Bei dem Projekt „Stimmen der Opposition“ führen Schülerinnen und Schüler Interviews mit einem Zeitzeugen. Es entsteht ein Bild der DDR-Bürgerrechtsbewegung, gesehen mit den Augen der heutigen Jugendlichen. Das Zeitzeugeninterview mit Christian Dietrich wurde veröffentlicht. Eine Kurzversion finden Sie hier.

Projekt der Deutschen Gesellschaft e.V., gefördert durch die Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kooperation

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Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

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Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

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Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

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Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Mittwoch, der 31. August 2016 - Heute vor 60 Jahren

31.8.1956: Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS meldet, dass die Sowjetunion am 24. und am 30. August Atomversuche durchgeführt habe.