Bild:  Fred S. Oldenburg

Fred S. Oldenburg, Nordrhein-Westfalen (Köln)

"Die Philosophen haben die Welt stets verändert, es kommt darauf an, sie erst einmal zu verstehen. (in Anlehnung an Karl Marx)"

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Deutsche Einheit, Volksaufstand 17. Juni 1953, Mauerbau 13. August 1961

Biografisches

1937 in Berlin-Charlottenburg geboren
1955-1957 Wehrdienst bei der KVP/NVA
1957-1959 Studium in Ost-Berlin an der Hochschule für Ökonomie
1959 Flucht nach West-Berlin
1959-1968 freier Mitarbeiter beim Radiosender RIAS West-Berlin
1962 Abitur auf dem zweiten Bildungsweg

Kurzbeschreibung

Fred S. Oldenburg erlebte die Anfangsphase der sowjetischen Besatzung in Falkensee bei Berlin. Er war Zeuge der Aufbaujahre der DDR und des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953. Er absolvierte 1957 den Wehrdienst in der KVP/NVA in Prenzlau und Angermünde. Im Anschluss studierte Oldenburg an der HfÖ in Ost-Berlin. 1959 flüchtete er nach West-Berlin aus. Er holte das Abitur nach und studierte in Berlin und London Volkswirtschaft und Politische Wissenschaften. Zeitgleich war er ab 1959 freier Mitarbeiter des West-Berliner Hörfunksenders RIAS. Nach dem Studium war er Dozent bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und wissenschaftlicher Referent am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln. Außerhalb der persönlichen Zeitzeugenschaft befasste er sich auch wissenschaftlich mit der „deutschen Frage“. Seine Fachgebiete sind die Außen- und Deutschlandpolitik der Bundesrepublik, die SED-Herrschaft sowie die Ideologie des Marxismus-Leninismus und der Kalte Krieg. Zu diesen Themen hat er als Referent an zahlreichen Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung und an Schulen teilgenommen. Seit 2002 ist er Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln und arbeitet an einer Veröffentlichung, die die Position der UdSSR im Jahr 1953 mit der Position von 1989 vergleicht.

Zeitzeugeninterview mit Fred S. Oldenburg

Im Auftrag der Bundestiftung Aufarbeitung interviewten Hans Sparschuh und Rainer Burmeister von Heimatfilm GbR Fred S. Oldenburg als Zeitzeugen des Mauerbaus von 1961. Das vollständige Interview befindet sich im Archiv der Bundesstiftung. Im Folgenden werden einige Ausschnitte daraus gezeigt.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Sonntag, der 26. Juni 2016 - Heute vor 60 Jahren

26.6.1956: Die polnische Botschaft in Ost-Berlin gibt bekannt, dass deutsche Vertriebene unter bestimmten Umständen zurückkehren dürften.