Bild:  Bodo Müller

Bodo Müller, Schleswig-Holstein (Travemünde)

"Es reizt mich, Grenzen zu überwinden."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Medien

Biografisches
1963 in Könnern in Sachsen-Anhalt geboren
ab 1980 Redakteur der Tageszeitung "Der Neue Weg" in Halle/Saale
ab 1984 Journalist und Fotograf in Rostock
1985 Fluchtversuch über die Ostsee, Inhaftierung in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Rostock
1986 Berufsverbot als Journalist infolge eines Ausreiseantrags
ab November 1989 Osteuropa-Korrespondent des Magazins "Yacht"
1992-1994 Chefredakteur des Magazins "Der Segler"
ab 1994 freier Fotograf, Buch- und Drehbuchautor, Reporter für diverse Wassersport-Magazine

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Müller, Bodo: Faszination Freiheit. Die spektakulärsten Fluchtgeschichten, Christoph Links Verlag, Berlin 2008.
Müller, Christine; Müller, Bodo: Über die Ostsee in die Freiheit, Delius Klasing Verlag, Bielefeld 1996.

Kurzbeschreibung

Bodo Müller nahm nach dem Abitur zunächst ein pädagogisches Studium auf, um Lehrer zu werden. Danach studierte er Journalismus und Fotografie in Halle/Saale. Als junger Erwachsener segelte er zusammen mit seiner Frau und zwei Bekannten über die Donau und das Schwarze Meer zum Bosporus. Daraufhin erhielt er ein Reiseverbot nach Südosteuropa und wurde vom MfS überwacht. 1985 planten Bodo Müller und seine Frau, gemeinsam mit den zwei Kindern in einem Segelboot über die Ostsee zu fliehen. Bei den Vorbereitungen in Danzig (Gdansk) verhaftete die Stasi das Ehepaar mit dem Verdacht auf Republikflucht. Aus Mangel an Beweisen entließ man sie nach einer Woche aus der Untersuchungshaft. In der Folgezeit versuchte die Stasi Bodo Müller zur Zusammenarbeit zu bewegen. Anstatt auf das Angebot einzugehen, stellte er mit seiner Familie einen Ausreiseantrag. Bis zur Ausreise der Familie im August 1989 vergingen drei Jahre. Heute lebt Bodo Müller in Lübeck-Travemünde und arbeitet als freier Autor und Fotograf in den Bereichen Wassersport, Reise und Mode für international renommierte Magazine. Sein Buch „Über die Ostsee in die Freiheit“ wurde von der ARD unter dem Titel „Die unsichtbare Mauer“ als 4-teilige Serie verfilmt. 

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Montag, der 26. September 2016 - Heute vor 60 Jahren

26.9.1956: Der UN-Sicherheitsrat tritt in Washington zu Gesprächen über die Lösung der Suezkrise zusammen.