Bild:  Herbert Böckel

Herbert Böckel, Hessen (Alsfeld)

"Gegen Vorurteile und das Vergessen angehen…"

Thema: Grenzerfahrungen, Deutsche Einheit, Mauerbau 13. August 1961

Biografisches

1939 im Saarland geboren
Schulabschluss und Ausbildung beim Bundesgrenzschutz (BGS)
bis 1965 im Streifendienst an der innerdeutschen Grenze eingesetzt (Großraum Rhön-Werra)
1966 Eintritt in die Hessische Polizei, Dienst in Friedberg und Alsfeld
1999 Pensionierung
Neben dem Beruf Tätigkeit als freier Redakteur bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Böckel, Herbert: Der zweifache Tod im Schatten der Grenze. 2012.
Böckel, Herbert: Grenzerfahrungen. Der kalte Kleinkrieg an einer heißen Grenze, Berichte und Erlebnisse eines „West-Grenzers“. Fulda: Parzellers Buchverlag, 2009.

Kurzbeschreibung

Herbert Böckel war acht Jahre lang Beamter des Bundesgrenzschutzes an der deutsch-deutschen Grenze im Großraum Rhön-Werra. Während dieser Tätigkeit hat er einige Fluchtversuche in der Rhön und an der Werra beobachtet. Als nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 die Anzahl von Fluchtversuchen zunahm, riegelte das SED-Regime das Grenzgebiet durch den Ausbau von Sperranlagen ab. In Folge dessen war Böckel an der innerdeutschen Grenze Zeuge von mehreren Festnahmen von Republikflüchtigen durch die NVA-Grenztruppen. Er erlebte zahlreiche Zwischenfälle bis hin zum Schusswechsel zwischen den Angehörigen der NVA und des BGS. 1962 war er vier Monate lang mit einer Wachhundertschaft im Wach- und Sicherheitsdienst im Bundeskanzleramt eingesetzt. Nach 1966 war er bis zur Pensionierung Polizist in Alsfeld/Oberhessen und arbeitete außerdem als freier Redakteur bei mehreren Zeitungen und Magazinen. In seinem 2009 erschienen Buch „Grenz-Erfahrungen – Der kalte Kleinkrieg an einer heißen Grenze“ erinnert er sich an seine Zeit an der innerdeutschen Grenze.

Berichte

- "Zum Jahrestag des Mauerfalls. Meine Wahrheit, deine Wahrheit", von Thomas Gerlach, in: taz, 9.11.2013.

- "Unrecht bleibt Unrecht", in: Main-Post, 25.10.2013.

- "Fememord alter Seilschaften" -  Ein Bericht über eine Lesung aus seinem Buch: Der zweifache Tod im Schatten der Grenze, von Bernd Gotte, online unter: inSüdthüringen, 16. August 2013.

- Innerdeutsche Grenze auch ein Leidensweg, in: Lauterbacher Anzeiger, 23. 3. 2013.

- "Schüsse, die eine Krise heraufbeschworen. Vor 50 Jahren: Tödliche Schießerei an der Innerdeutschen Grenze - Die 'Hessenschau' erinnert an das brisante Ereignis", Artikel in Oberhessische Zeitung, 14. August 2012.

- Artikel in der Fuldaer Zeitung vom 22. März 2011

 

Unterrichtsmodule

Die Unterrichtsmodule zum Thema "Mauerbau 13. August 1961" beinhalten Anregungen zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen zu diesem Thema im Unterricht und für eine Begegnung mit Herbert Böckel. Die Module "Arbeit am Begriff Zeitzeuge“ und "Zeitzeugenbegegnungen" können in der Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Unterrichtseinheiten zum Einsatz kommen.

 

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Dienstag, 6 Dezember 2016 - Heute vor 60 Jahren

6.12.1956 Der Leiter des Ost-Berliner Aufbau-Verlages, Walter Janka, wird verhaftet und am 26. Juli 1957 wegen »Boykotthetze« zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt.