Bild: Dr. Ernst Paul Dörfler

Dr. Ernst Paul Dörfler, Sachsen-Anhalt (Steckby)

"Ich hatte nicht mehr Angst, meine eigene Meinung öffentlich aussprechen."

Thema: Runder Tisch, Volkskammer, Bürgerrechtsbewegung, Parteien

Biografisches

1950 in Kemberg geboren
1968-1973 Studium der Chemie an der Technischen Hochschule in Magdeburg
1973-1977 Wissenschaftlicher Assistent und Promotion zum
Dr. rer. nat.  
1978-1982 Ökochemiker am Institut für Wasserwirtschaft
Berlin und Magdeburg
seit 1983 freischaffender Autor
1989 Mitbegründer der Grünen Partei in der DDR
1990 Vertreter der Grünen am Zentralen Runden Tisch
Abgeordneter der Volkskammer und anschließend bis Dezember MdB

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Dörfler, Ernst Paul: Zurück zur Natur? Mensch und Umwelt aus ökologischer Sicht. Leipzig/Frankfurt am Main: Thun (et al.), 1986.

Kurbeschreibung

Ernst Paul Dörfler ist promovierter Naturwissenschaftler, freischaffender Autor und Umweltschützer. Er verfasste mehrere Umweltstudien zur ökologischen Situation in der DDR, die vor 1989 nicht veröffentlicht werden durften. Dennoch hielt er zahlreiche Vorträge zu Umweltproblemen und bot öffentliche Exkursionen an, die das MfS überwachte. 1982 verließ er das Institut für Wasser-wirtschaft, an dem er fünf Jahre lang tätig war, um freischaffender Publizist und Ökologe zu werden. Ende 1986 erschien unter komplizierten Umständen das Buch „Zurück zur Natur?“ – Mensch und Umwelt aus ökologischer Sicht – und wurde eine Art „Kultbuch der DDR-Umweltbewegung.“ 1989 gehörte er gemeinsam mit seiner Frau zu den Mitbegründern der Grünen Partei in der DDR, die er am Zentralen Runden Tisch vertrat. Außerdem war er Mitglied der ersten frei gewählten Volkskammer und war Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktor-sicherheit. Bis Dezember 1990 vertrat er Bündnis90/Die Grünen im Bundestag. Heute setzt er sich im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland vor allem für den Schutz der Elbe und des UNESCO-Welterbes ein. Mit seinen Büchern will er Menschen jeden Alters für die Liebe zur Natur begeistern. Er ist Träger mehrere Literatur- und Umweltpreise.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Dienstag, der 31. Mai 2016 - Heute vor 60 Jahren

31.5.1956: »Neues Deutschland« fordert unter der Überschrift »Kollektivität der Leitungen und demokratischer Zentralismus« alle SED-Mitglieder dazu auf, Entscheidungen der Führung ohne Diskussion zu akzeptieren und umzusetzen.