Bild:  Susanne Hartzsch-Trauer

Susanne Hartzsch-Trauer, Sachsen (Zwickau)

"Es war wie die Vorwegnahme von wirklicher Freiheit, in einem von uns selbst geschaffenen Raum."

Thema: Bürgerrechtsbewegung, Kunst, Kultur und Literatur

Biografisches

1962 in Rosslau/Elbe geboren
Studium an der Schauspielschule Ost-Berlin, Fachrichtung „Puppenspiel“
1986 Gründungsmitglied der Gruppe „Konziliarer Prozess“/Friedensbibliothek
1989 Mitorganisatorin von Friedensgebeten in Zwickau
Gründungsmitglied des Neuen Forums
1991 Gründung des SOS-Mütterzentrums, zusammen mit sechs weiteren Frauen
Studium der Sozialarbeit
1998 Integratives Frauenschutzprojekt
Mitarbeit im Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhaus“
Koordination von Vorlesepatinnen

Kurzbeschreibung

Die Ausbürgerung Wolf Biermanns und die damit verbundene Entlassung von Freunden an ihrer Schule war für Susanne Hartzsch-Trauer ein Grunderlebnis. Nach dem Studium in Ost-Berlin bekam sie in Zwickau Verbindung zu Bürgerrechtsgruppen, die sich in Folge zur Dachorganisation Konziliarer Prozess zusammenschlossen und eine Friedensbibliothek gründeten. Susanne Trauer engagierte sich intensiv im Femikreis und erarbeitete dort mit anderen Frauen eine Ausstellung zur Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft, z.B. für den Erfurter Kirchentag. 1987, nach einer Rumänienreise gründete sie mit Freunden die Rumäniengruppe, wobei sie mit Oppositionsgruppen in Ungarn zusammenarbeitete, um gemeinsam Hilfstransporte nach Rumänien zu organisieren. Während der Friedlichen Revolution gehörte sie zu den Mitorganisatoren der Friedensgebete in Zwickau und zu den Gründungsmitgliedern des Neuen Forums. Heute ist Susanne Hartzsch-Trauer kommunalpolitisch aktiv, zum Beispiel im „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ und arbeitet im SOS-Mütterzentrum/Mehrgenerationenhaus. 

Unterrichtsmodule

Die Unterrichtsmodule zum Thema "Bürgerrechtsbewegung" und "Kunst und Kultur" beinhalten Anregungen zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen zu diesem Thema im Unterricht und für eine Begegnung mit Susanne Hartzsch-Trauer. Die Module "Arbeit am Begriff Zeitzeuge“ und "Zeitzeugenbegegnungen" können in der Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Unterrichtseinheiten zum Einsatz kommen.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info@ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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