Bild:  Cliewe Juritza

Cliewe Juritza, Berlin (Berlin)

"Ich kenne drei Berliner Wirklichkeiten: Ost-, West- und Gesamt-Berlin."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Medien, Hafterfahrungen/MfS

Biografisches       

1966 in Berlin-Friedrichshain geboren
1984 Verhaftung nach Fluchtversuchen aus der DDR
Verurteilung zu 12 Monaten Haft
1985 Freikauf durch die Bundesrepublik
1989 Rückkehr nach West-Berlin
1995 Mitbetreiber des Café Staatsrat im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR
seit 2007 selbstständiger Stadtführer in Berlin (Cliewe Stadtführungen) und Referent in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.):
Juritza, Cliewe: Als die Berliner Mauer noch kein Denkmal war. Norderstedt: Books On Demand, 2008.

Kurzbeschreibung

Cliewe Juritza machte eine Lehre als Klempner, da man ihm die gewünschte Aufnahme in die Handelsmarine verweigerte. Nach mehreren erfolglosen Fluchtversuchen aus der DDR wurde er 1984 verhaftet und zu zwölf Monaten Haft verurteilt. Der damals Achtzehnjährige verbüßte seine Haftzeit im Jugendhaus Halle. Die Bundesrepublik kaufte Juritza nach zehn Monaten Haft frei. In Kassel holte Juritza sein Abitur nach und kehrte im Frühjahr 1989 nach West-Berlin zurück. Er studierte an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften, arbeitete für den Berliner Senat und organisierte als freier Mitarbeiter städtebauliche Wettbewerbe. Außerdem war er als Journalist tätig und arbeitete in der Pressestelle eines großen amerikanischen Unternehmens. Seit 2007 ist Juritza selbstständiger Stadtführer in Berlin und Referent in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Material

"Meine Flucht", aus: Cliewe Juritza, Als die Mauer noch kein Denkmal war

"Im Gefängnis", aus: Cliewe Juritza, Als die Mauer noch kein Denkmal war

Unterrichtsmodule

Die Unterrichtsmodule zu den Themen "Flucht und Ausreise", "Hafterfahrungen" und "Medien" beinhalten Anregungen zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen zu diesem Thema im Unterricht und für eine Begegnung mit Hartmut Büttner. Die Module "Arbeit am Begriff Zeitzeuge“ und "Zeitzeugenbegegnungen" können in der Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Unterrichtseinheiten zum Einsatz kommen.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Mittwoch, der 25. Mai 2016 - Heute vor 60 Jahren

25.5.1956: In Ost-Berlin beginnt die »Woche der deutsch-polnischen« Freundschaft. Der stellvertretende Vorsitzende des DDR-Ministerrates, Otto Nuschke, betont bei der Eröffnung die »Unantastbarkeit der Oder-Neiße-Friedensgrenze«.