Bild:  Uwe Gerig

Uwe Gerig, Sachsen-Anhalt (Quedlinburg)

"Die Sperranlagen der DDR an der innerdeutschen Grenze waren menschenverachtende Bauwerke."

Thema: Medien, Flucht/Ausreise/Freikauf

Biografisches

1940 im Harz geboren
aufgewachsen in der damaligen sowjetischen Besatzungszone/DDR
1961-1965 Studium in Leipzig, Abschluss als "Journalist"
1968 wegen einer abfälligen Bemerkung über einen hohen Parteifunktionär Ausschluss aus dem Journalistenverband
1968-1973 Berufsverbot
ab 1973 freiberuflich für die größte Illustrierte der DDR (NBI) tätig
Reisen in alle Staaten des Ostblocks
1983 Flucht mit der Familie über Drittländer in die Bundesrepublik

Eigenständige Publikationen (u.a.)

- Uwe Gerig: Abgeschafft! Plötzlich war der Osten Westen. Mein Enkel fragt: Warum? Verlag Shaker Media, 117 Seiten, 18,90€, ISBN 978-3-95631-297-7.
- Gerig, Uwe: Krebs & Stier. Deutsche Geschichten. Aus unserem zerrissenen Land. ISBN 978-3-95631-232-8, Verlag Shaker Media, Paperback, 367 Seiten. Zahlreiche Stasi-Dokumente und Farbfotos. 24,90 €. Auch als e-book.
- Gerig, Uwe: Stiller Sieg nach neunzig Tagen: Protokoll einer Selbstbefreiung im geteilten Deutschland. Shaker Media Verlag, Oktober 2013.
- Gerig, Uwe: Die Stasi nannte mich "Reporter". Norderstedt: Books on demand, 2009.
- Gerig, Uwe: Briefkontakt. Böblingen: Tykve, 1987.
- Gerig, Uwe: Unterwegs im anderen Deutschland. Frankfurt a.M.: Umschau, 1986.

Kurzbeschreibung

Uwe Gerig ist Journalist. Bis 1983 war er in der DDR bei der größten Illustrierten (NBI) als Reporter tätig, dann flüchtete er mit seiner Familie nach Frankfurt/Main. Dort arbeitete er als Reporter bei einer Boulevardzeitung, veröffentlichte mehrere Bücher über die deutsche Teilung und gestaltete mit seinen Bildern 1986 die offizielle Fotoausstellung der Bundesregierung zum 25. Jahrestag des Mauerbaus. Nach dem Untergang der DDR gründete Gerig mit seiner Frau Ruth einen eigenen Regionalverlag und gab mehr als 70 touristische Bücher über verschiedene Regionen in Ostdeutschland heraus. Gerig lebt mit seiner Familie seit 1997 wieder in Ost-Deutschland. Er arbeitet weltweit als Bildjournalist für die Deutsche Presseagentur (dpa). 2009 veröffentlichte er seine Autobiografie "Die Stasi nannte mich 'Reporter'. Journalist in Ost+West. Eine merkwürdige Karriere im geteilten Deutschland". Zu seinem Themenschwerpunkten gehören Journalismus in der DDR, innerdeutsche Grenze und Flucht und Ausreise.

Berichte

"Wir waren Flüchtlinge in Deutschland", Uwe Gering erinnert sich an seine Flucht, an den Alltag im Notaufnahmelager Gießen und die Herausforderungen des Neuanfangs in der Bundesrepublik. Thüringische Landeszeitung, 5.3.2016.

"Fotograf Uwe Gerig: Plötzlich war die Mauer offen...", Thüringische Landeszeitung, 9.11.2014

"Point Alpha am 3. Oktober 1988: Eine Erinnerung von Uwe Gerig", Thüringische Landeszeitung, 6.10.2014

In einer Fotoserie zeigt die Thüringer Allgemeine Fotos von Uwe Gerig, die der Fotograf kommentiert.

Zeitzeugenbericht

Uwe Gerig berichtet in autobiografischen Texten auf www.einestages.de (Oktober 2013):

"Flucht eines DDR-Fotoreporters. 24 Stunden Angst in Zagreb"

"Aus dem Lager ins neue Leben"

"Eine Familie erpresst die Stasi"

"Aus dem Alltag eines DDR-Fotoreporters. Im Eichsfeld fuhr Honecker Trabant"

"Nordkorea in den Achtzigern. Horrortrip zum 'Großen Führer'"

"Brandt-Besuch in Erfurt. Fünftausend für Willy"

Unterrichtsmodule

Die Unterrichtsmodule zu den Themen "Flucht und Ausreise" und "Medien" beinhalten Anregungen zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen zu diesem Thema im Unterricht und für eine Begegnung mit Uwe Gerig. Die Module "Arbeit am Begriff Zeitzeuge“ und "Zeitzeugenbegegnungen" können in der Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Unterrichtseinheiten zum Einsatz kommen.

Interview

"Mauerfotograf" - Uwe Gerig berichtete in der NDR Talkshow von seiner Arbeit als Fotograf und kommentiert einige Fotos. (3. Oktober 2014)

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

Übersicht über Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Kalender

Freitag, der 1. Juli 2016 - Heute vor 60 Jahren

1.7.1956: Die sowjetische Zeitschrift »Kommunist« veröffentlicht das bislang geheime Testament Lenins, der die Ablösung Stalins als Generalsekretär der KPdSU fordert.