Bild:  Hans-Gerd Adler

Hans-Gerd Adler, Thüringen (Heilbad Heiligenstadt)

"Wir wollten eine andere DDR haben. Eine DDR die mit dem, was in den letzten 40 Jahren erlebt haben, nichts zu tun hatte. "

Thema: Bürgerrechtsbewegung, Kirche, Kunst, Kultur und Literatur

Biografisches

1941
in Heiligenstadt geboren
1958-1961 Ausbildung zum Industriekaufmann in Heiligenstadt
1968 Abitur an der Kreisvolkshochschule in Heiligenstadt
1967-1990 Mitglied des Kirchenvorstandes in St. Gerhard, Heiligenstadt
1969-1973 Fernstudium als Ingenieurökonom in Eisleben und Altenburg
1968-1990 betriebswirtschaftlicher Leiter, Buchhalter und Innenrevisor
1989 Vorsitzender des Sprecherrates der „Demokratischen Initiative“ Heiligenstadt
1990-1992 Hauptabteilungsleiter Abrechnung, Analysen, Kontrolle, Konzeptionen für die Privatisierung des VEB in Solidor AG Heiligenstadt
1990-1994 Mitglied und stellvertretender Präsident im Kreistag von Heiligenstadt

Eigenständige Veröffentlichungen (u.a.)
Wir sprengen unsere Ketten: Die friedliche Revolution im Eichsfeld. Eine Dokumentation. Leipzig: Thomas Verlag, 1990.

Kurzbeschreibung

Hans Gerd Adler erlernte den Beruf des Industriekaufmannes. Seine tiefe christliche Prägung und sein Engagement in der Jugendarbeit der Schönstattbewegung führten teilweise zu heftigen Auseinandersetzungen mit Vorgesetzten und Kaderbeauftragten. Weiterhin engagierte er sich im kirchlichen und kulturellen Bereich. 1987 und 1988 trat er im Fasching als Karl Marx mit einer zeitkritischen Rede auf und weckte dadurch das Interesse des MfS.

Er wurde im Oktober 1989 Vorsitzender der Demokratischen Initiative Heiligenstadt, die die Ereignisse in Eisfeld vorantrieb. Ihre Mitglieder beteiligten sich an Montagsdemonstrationen, Menschenketten und Friedensgebeten. Mit den ersten freien Wahlen im März 1990 übernahm Adler politische Verantwortung zunächst im Kreisrat, später im Stadtrat.

Heute ist Adler im Ruhestand, engagiert sich in zahlreichen Vereinen und arbeitet als Publizist.

Bericht

"Schicksalsjahr 1989" - Hans-Gerd Adler las in Leinefelde aus seinem Buch, die Thüringische Landeszeitung berichtete, 29.10.2014.

Kooperation

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter Jessica Steckel und Michael Lotsch sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de

Informationsblatt Finanzierung

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Umfangreiche Materialiensammlung für den Unterricht

DDR-Geschichte vermitteln


Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugeninterviews

Verzeichnis

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Zeitzeugengespräche führen

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Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

 >>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.

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Mittwoch, der 27. Juli 2016 - Heute vor 60 Jahren

27.7.1956: Großbritannien und Frankreich protestieren gegen die Verstaatlichung des Suezkanals. Ägypten erklärt die Zone um den Suezkanal zum Militärgebiet.