Bild:  Rainer Eichhorn

Rainer Eichhorn, Sachsen (Zwickau)

"Wer abwartet, hat schon verloren."

Thema: Deutsche Einheit, Parteien, Staatssicherheit

Biografisches

1950 geboren in Zwickau/Sachsen, verheiratet, zwei Kinder
1969 Abitur und Facharbeiterbrief als Maurer
November 1969 bis April 1971 Grundwehrdienst bei den Grenztruppen der DDR an der Berliner Mauer
September 1971 bis August 1975 Architekturstudium an der Technischen Universität Dresden
1975-1990 Tätigkeiten als Architekt, Gruppenleiter und Chefingenieur bei der ZGE (Zwischengenossenschaftliche Einrichtung der Landwirtschaft) Landbauprojektierung Zwickau
Mai 1990 bis Juli 2011 Oberbürgermeister von Zwickau
2001 Verleihung der Sächsischen Verfassungsmedaille
2001-2005 Geschäftsführer eines mittelständischen Planungsbüros
seit 2005 selbstständiger Unternehmensberater und freier Architekt
bis heute Mitgliedschaft u. a. in der CDU (seit 1969), im Deutsch-Polnischen Verein Zwickau e. V. und im Verein Partnerschaft zur Ukraine e. V. sowie Engagement u. a. im Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region und als Vorsitzender der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau e. V.
 

Veröffentlichung

Rainer Eichhorn: Wer abwartet, hat schon verloren. Erinnerungen des Zwickauer Alt-Oberbürgermeisters Rainer Eichhorn. Selbstverlag, November 2020.

Rainer Eichhorn stammt aus einem christlich geprägten Elternhaus und war deshalb in der DDR weder Pionier, noch nahm er an der Jugendweihe teil. Dennoch bekam er die Empfehlung für die gymnasiale Oberstufe an der Erweiterten Oberschule.
Vor dem Studium musste er seinen Wehrdienst – trotz der zahlreichen Westkontakte der Familie – als Grenzsoldat in Berlin ableisten. Erst danach konnte er das Architekturstudium aufnehmen. In der Studienzeit gab es Anwerbeversuche der Staatssicherheit, die er erfolgreich abwehren konnte.
Bis 1990 arbeitete er als Architekt, Gruppenleiter und Chefingenieur in Zwickau.
Mit der ersten freien Kommunalwahl 1990 wurde Rainer Eichhorn Zwickauer Oberbürgermeister und führte die Geschicke der Stadt in der Umbruchszeit.
2001 ging er zurück in den Architektenberuf, seit 2005 ist er Einzelunternehmer.
Bis heute engagiert er sich ehrenamtlich, u. a. in der Demokratiearbeit.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.