Bild:  Petra Pansch

Petra Pansch, Nordrhein-Westfalen (Düren)

"Das Leben im Sozialismus ist alles andere als ein Wunschkonzert."

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Medien

Biografisches

1952 geboren in Chemnitz, verwitwet, ein Sohn
1971 Abitur in Meißen
1971-1972 Volontariat beim Deutschen Fernsehfunk Berlin
1972-1976 Studium der Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig mit Abschluss zur Diplomjournalistin
1976-1978 Mitarbeiterin in der Pressestelle des Oberbürgermeisters in Karl-Marx-Stadt
1978-1982 Lokaljournalistin bei der Sächsischen Zeitung in Sebnitz
1982 Ausreiseantrag
1984 Ausreise aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland
 

Veröffentlichungen (Auswahl)

Petra Pansch: Vom Ossi zum Wessi Teil 2. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Selbstverlag über tredition, 2020.
Petra Pansch: Vom Ossi zum Wessi. Alles hat seinen Preis. Selbstverlag über tredition, 2019.

Kurzbeschreibung

Petra Pansch gelang es, in der DDR eigene Nischen und Freiheiten zu finden und sie war mit Leib und Seele Lokaljournalistin.
Doch ein Brief aus Ulm mit einer Einladung änderte im Jahr 1982 alles. Ihr Partner stellte einen Besuchsantrag, um am 70. Geburtstag seines in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Vaters teilzunehmen. Die Ablehnung des Antrags machte Petra Pansch und ihren Mann fassungslos und führte dazu, dass beide ihre Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft und ihre Ausreise beantragten. Die Familie verließ dann schließlich 1984 die DDR, um im Westen neu zu beginnen.
Nach ihrer Ausreise betätigte sich Petra Pansch bei der Deutschen Presse-Agentur, in der Presseabteilung der Handwerkskammer Koblenz und war maßgeblich am Aufbau des Volkshochschulradios beim Sender RPR1 beteiligt. Zusätzlich schrieb sie als freie Journalistin für verschiedene Lokalzeitungen in Rheinland-Pfalz.
Heute lebt sie mit ihrem Lebenspartner am Rande der Nordeifel, wo sie ihre Autobiografie "Vom Ossi zum Wessi" verfasste. Darin beschreibt sie in ihr Leben in der DDR, die Zeit vom Ausreiseantrag bis zur Ausbürgerung aus der DDR sowie die Repressalien und Gefahren, denen sie buchstäblich bis zur letzten Minute vor dem Grenzübertritt ausgesetzt war.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.