Bild:  Edith Schieck

Edith Schieck, Bayern (Abensberg)

"Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. (unbekannter Verfasser)"

Thema: Flucht/Ausreise/Freikauf, Kunst, Kultur und Literatur

Biografisches

1943 geboren in Krakau
1950-1960 Besuch der Grund- und Mittelschule in Thum (Erzgebirge)
1960-1962 Besuch der Medizinischen Fachschule in Zwickau, Abschluss als Medizinisch-technische Assistentin für Labor und Röntgen
1963-1965 Besuch der Abendoberschule in Karl-Marx-Stadt, Abitur
1965-1967 Tätigkeit in der Röntgenabteilung des Kreiskrankenhauses Annaberg-Buchholz (Erzgebirge)
1967-1984 Tätigkeit im Labor der Poliklinik Thum
3. Mai 1984 Übersiedelung nach Österreich und später in die Bundesrepublik Deutschland
1985-2000 Tätigkeit in der Kinderarzt-Praxis des Ehemannes in Abensberg (Niederbayern)
ab 2012 Buchveröffentlichungen und Lesungen in Deutschland und den USA
 

Veröffentlichungen (Auswahl)

Edith Schieck: Und das Gras war grüner. Leben in der DDR, Ausreise und Neubeginn – ein Zeitdokument. Weiden: Wendepunkt Verlag, 2012.

Kurzbeschreibung

Edith Schieck wurde 1943 in Krakau geboren und wuchs im Erzgebirge auf.
Sie absolvierte eine Fachschulausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin, holte das Abitur nach und arbeitete im Kreiskrankenhaus Annaberg-Buchholz sowie in der Poliklinik Thum.
Nachdem die Familie in Ungarn Westdeutsche kennengelernt hatte, reifte nach und nach der Entschluss, die DDR zu verlassen. Ende 1981 machte die Familie ihren Ausreisewunsch mit dem ersten Schreiben an die Behörden öffentlich. Da Edith Schiecks Mutter aus Österreich stammte, wurde die Familienzusammenführung mit dort lebenden Verwandten beantragt. Doch erst 13 Anträge und zweieinhalb zermürbende Jahre später ließ der SED-Staat die Familie ausreisen. Über Österreich gelangte Edith Schieck in ihre neue Heimat Bayern.
Sie baute die Kinderarzt-Praxis ihres Mannes mit auf und arbeitete dort rund 15 Jahre lang.
Ab 2012 begann sie Bücher zu veröffentlichen. Mit ihrem Erstlingswerk „Und das Gras war grüner. Leben in der DDR, Ausreise und Neubeginn – ein Zeitdokument“ war Edith Schieck bis heute in zahlreichen Schulen, Büchereien und anderen Institutionen zu Gast.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.