Bild:  Torsten Wienholz

Torsten Wienholz, Berlin (Berlin)

"Die Ausschaltung der Schwachen ist der Tod der Gemeinschaft (Dietrich Bonhoeffer)"

Thema: Heimerfahrungen, Kirche, Bürgerrechtsbewegung, Bildung/Erziehung

Biografisches

1966 in Karl-Marx-Stadt geboren
1972  - 1982 Besuch der Polytechnischen Oberschule in Karl-Marx-Stadt
1982 – 1984 Lehre zum Fahrzeugschlosser bei der Deutschen Reichsbahn in Karl-Marx-Stadt
1984 – 1985 Lehrgang im Diakonischen Gemeindedienst in Friedensau
1986 – 1987 Friedhofsarbeiter in Karl-Marx-Stadt
1987 – 1988 Arbeit bei der Volkssolidarität
1988 – 1990 Kirchlich-Diakonischer-Lehrgang in der Stephanusstiftung Berlin-Weißensee
1990 – 1992 Sozialpädagogikstudium an der Evangelischen Fachhochschule Berlin
1997 – 1999 Umschulung zum Zimmerer
Derzeit Student für soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin

Kurzbeschreibung

Nach mehrjähriger traumatischer Gewalterfahrung im Elternhaus kam Torsten Wienholz im Alter von zehn Jahren in ein Internat für schwer erziehbare Kinder. Mit zwölf Jahren kam er mit dem Stigma eines Verhaltensgestörten an eine normale Schule, in der er eine soziale Randfigur blieb. Mit vierzehn Jahren engagierte er sich bei den "Siebenten-Tags-Adventisten" in Karl-Marx-Stadt. Aufgrund der Repressionen gegen Adventisten im Dritten Reich beschloss er, alle militaristischen Übungen in der Schule, aber auch in der Lehre die Vormilitärische Ausbildung zu verweigern. 1984 bekam er Zugang zum theologischen Seminar der Adventisten und lernte hier selbstständiges Handeln und freiheitlichen Denken. Ab 1986 war er ehrenamtlicher Mitarbeiter der offenen Jugendarbeit der evangelischen Kirche. Durch diese Arbeit kam er in Kontakt mit der oppositionellen Szene der DDR. In Folge dessen beteiligte er sich an den verschiedensten Aktionen der Friedens- und Menschenrechtsgruppen in Berlin, unter anderem nahm er an der Demonstration gegen die Zensur der Kirchenzeitung, die Demonstration gegen die Fälschung der Kommunalwahlen im Mai 1989 und an der Mahnwache im Oktober 1989 in der Gethsemanekirche teil.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.