Bild:  Barbara Bollwahn

Barbara Bollwahn, Berlin (Berlin)

"Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Thema: Deutsche Einheit, Kunst, Kultur und Literatur, Medien

Biografisches

1964 geboren in Borna, Sachsen
1982 Abitur in Geithain, Sachsen
1983-1986 Studium der spanischen und englischen Sprache in Leipzig
1988-1990 Freiberufliche Tätigkeit als Übersetzerin/Dolmetscherin für Spanisch
1991 Quereinstieg in den Journalismus: Redaktionsassistentin bei "die tageszeitung" (taz), später Redakteurin, Reporterin, Kolumnistin der Ost-West-Kolumne "Rotkäppchen"
1996 Wächterpreis der Tagespresse
1998 Stipendium des "Internationale Journalistenprogramme" (IJP) für Costa Rica
seit 2007 freie Autorin und Journalistin in Berlin
2008 Nominierung von "Der Klassenfeind und ich" für den Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle"
2009 Dorfschreiber-Stipendium im Schwarzwald
weitere Informationen unter barbarinella.jimdo.com

Barbara Bollwahn ist am 28. Juli 2018 verstorben.

Eigenständige Veröffentlichung (u.a.)
Bollwahn, Barbara: Der Klassenfeind und ich. Thienemann Verlag, 2007.

 

Kurzbeschreibung

Als Studentin habe ich die staatliche Kontrolle geradezu als Aufforderung empfunden, Verbote zu überschreiten. Ich studierte Spanisch in Leipzig und es war klar, ohne Parteibuch würde ich nie in ein spanischsprachiges Land reisen können. Deshalb wollte ich wenigstens auf der Leipziger Messe, zu der auch viele Firmen aus Lateinamerika kamen, an einem spanischsprachigen Stand arbeiten. Weil das verboten oder Genossen vorbehalten war, habe ich mir  heimlich Zutritt zur Messe verschafft und auf eigene Faust Arbeit gefunden. Nach meinem dreijährigen Studium, bei dem der richtige Klassenstandpunkt wichtiger war als gute Sprachkenntnisse, tat ich alles, um den von der Universität organisierten Arbeitsplatz beim Reisebüro in Ostberlin nicht antreten zu müssen. Nach mehreren Anläufen bekam ich eine Lizenz zum freiberuflichen Arbeiten als Dolmetscherin/Übersetzerin. Nach einem Quereinstieg in den Journalismus 1991 arbeite ich als Journalistin und mittlerweile auch Autorin. 2007 erschien mein  Ost-West-Jugendroman "Der Klassenfeind und ich", der in Tagebuchform aus dem Leben in der DDR zwischen 1984 und 1990 erzählt. Das Buch ist in sehr großen Teilen autobiografisch.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.