Publikationen

07.03.2012 | 12:00 Uhr

"Der dunkle Ort" von Maggie Riepl und Dirk von Nayhauß

25 Schicksale aus dem DDR-Frauengefängnis Hoheneck

Bautzen kennt jeder, in der dortigen Justizvollzugsanstalt saßen die Männer ein. Die wenigsten aber wissen, dass es in der DDR auch ein Frauengefängnis mit ähnlich brutalen Zuständen gab: die Strafvollzugsanstalt Hoheneck im sächsischen Stollberg. Eine Burg mit hohen Mauern, Stacheldraht und Elektrozäunen. Hier saßen nicht nur Kriminelle, sondern auch Regimegegnerinnen und Republikflüchtige. Die Gefangenen litten unter Kälte, minderwertigem Essen und dem brutalen Wachpersonal. In drei Schichten wurde Tag und Nacht in den Gefängnisbetrieben gearbeitet. 1961 kamen immer mehr Republikflüchtlinge. In den 1970er Jahren saßen zeitweise über 1.600 Frauen in dem hoffnungslos überbelegten Zuchthaus. Die Opfer des SED-Regimes werden öffentlich kaum wahrgenommen. Doch Leidtragende einer Diktatur dürfen nicht vergessen werden. In dem Buch erzählen 25 Frauen, die zwischen 1949 und 1989 als Politische Gefangene inhaftiert waren, von ihren Erlebnissen in Hoheneck, darunter Renate Werwigk-Schneider, Petra Koch und Tatjana Sterneberg.

be.bra Verlag Berlin, 2012
142 S., über 100 z.T. farbige Abb.
19.95 €
ISBN 978-3-937233-99-4

Diese Publikation wurde gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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