Publikationen

01.08.2011 | 12:00 Uhr

"Der weiße Strich" von Anne Hahn und Frank Willmann

Vorgeschichte und Folgen einer Kunstaktion an der Berliner Mauer

Eine Kunstaktion, die im Gefängnis endet. Mehrere Jugendliche, die 1980 in Weimar aufbegehren, werden inhaftiert und schließlich nach West-Berlin abgeschoben. Dort stören sie sich an dem Umgang mit der Mauer, die nur noch als dekorativer Raumteiler betrachtet wird, deren brutale Funktion als Grenze aber kaum noch jemand wahrnimmt. Im November 1986 ziehen sie demonstrativ einen weißen Strich an die Grenzmauer. Am zweiten Tag dieser Aktion von Kunst und Protest überraschen DDR-Grenzer zwei der Protagonisten. Da auch die Westseite der Mauer zum DDR-Territorium gehört, zerren sie einen der Akteure in den Osten hinüber. Er landet im Stasi-Gefängnis in Bautzen. Zeitzeugeninterviews, informative Essays und bisher unveröffentlichte Fotos geben Einblick in die Hintergründe dieser Aktion und das besondere Milieu der Subkultur der achtziger Jahre in Ost und West. Parallel zum Buch gibt es eine Wanderausstellung.

Frank Willmann, Jahrgang 1963, war einer der fünf Akteure bei der Aktion. Anne Hahn, Jahrgang 1966, Schriftstellerin und Subkulturforscherin, Veröffentlichungen u. a. zu Punk in der DDR, ist auch als Zeitzeugin aktiv.

Berlin 1. Auflage 2011
148 S., 66 Abb.
19,90 €
Ch. Links Verlag

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