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19.06.2015 | 09:14 Uhr

"Wir wollten was tun" - Werner Bork und der Widerstand in Werder

Werner Bork und seine Freunde verteilten in Werder Flugzettel, um dem politischen System zu schaden. Sieben von ihnen wurden deswegen zum Tode verurteilt. Werner Bork floh in den Westen. Der rbb berichtet über den Mut der Jugendlichen.

Der 21-jährige Werner Bork wurde von der Staatssicherheit als „ernstzunehmender und gefährlicher Gegner der DDR“ beschrieben, er sollte entführt werden. Durch einen Zufall vereitelte der Student die so genannte "Herausholung" in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai 1953. An diesem Abend kam er früher als geplant nach Hause und wurde durch das Licht in seinem Zimmer gewarnt. Tatsächlich hatten sich zwei Geheime Mitarbeiter der Stasi mit Äther, Schlaftropfen und Watte in der Wohnung Borks versteckt.

Heute wohnt Werner Bork in Hamburg und steht für Zeitzeugengespräche in Schulen zur Verfügung. Um sein Porträt ansehen zu können, ist eine Registrierung erforderlich.

Der rbb hat Werner Bork besucht und berichtet von seinen Erinnerungen. Sie können sich den Beitrag hier ansehen. Nachzulesen ist die Geschichte des Werderaner Widerstands in: Iris Bork-Goldfield, "Wir wollten etwas tun", Werderaner Jugendliche leisten Widerstand 1949-1953 und was danach geschah, Metropol Verlag, 2015.

 

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.