Aktuelles

01.07.2020 | 17:10 Uhr

Zeitzeugen berichten von der deutschen Einheit - Schwerpunkte Medien, Grenze, Wirtschaft, Sport

Der 30. Jahrestag der deutschen Einheit am 3. Oktober lädt ein, auf das historische Ereignis zurückzublicken und den Vereinigungsprozess differenziert zu betrachten.
Hier können Sie in Kontakt mit Zeitzeugen treten, die die deutsche Einheit in vielen gesellschaftlichen Bereichen miterlebt und mitgestaltet haben. Zu ihnen zählen neben zahlreichen anderen folgende Personen:

- Wolfgang Jähnichen war bis 1993 maßgeblich an der Angleichung der beiden Berliner Verkehrsbetriebe beteiligt. Anschließend baute er als Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe das ehemalige sozialistische Kombinat zu einem marktwirtschaftlichen Konzern um. Er lebt heute in Brandenburg.

- Manfred Kruczek wirkte von 1990 bis 2003 für die Bürgerbewegung in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung mit. Schon in der DDR hatte er Doping im Spitzensport angeprangert - das Engagement für fairen Sport setzte er unter anderem als langjähriger Breitensportreferent der Landesregierung fort.

- Dieter Schmidt war bis 1990 als Zöllner auf der westdeutschen Seite der Grenze tätig. Mit einer Schmalfilmkamera dokumentierte er über viele Jahre die Vorkommnisse in seinem Grenzabschnitt und schließlich auch den Abbau der Grenzanlage. Er lebt in Schleswig-Holstein.

- Peter Wensierski arbeitete während der Umbruchszeit als Redakteur beim ARD-Fernsehen, vor allem für ein Politmagazin. Nach 1990 enthüllte er Inoffizielle Mitarbeiter und das Wirken der Stasi.

Finanzierung von Zeitzeugengesprächen

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro des Bundes bietet Finanzierungsmöglichkeiten für Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter Tel. 030 / 98 60 82 414/447 oder Email: info(at)ddr-zeitzeuge.de.

Informationsblatt Finanzierung

Tipps für das Gespräch für Zeitzeugen und für Lehrende

Das Koordinierende Zeitzeugenbüro ist eine gemeinsame Servicestelle der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Stiftung Berliner Mauer. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Der Leitfaden liefert Lehrkräften und Bildungsmultiplikatoren praktische Hinweise zur Organisation und Durchführung, zur Moderation sowie zur Vor- und Nachbereitung von Zeitzeugengesprächen. Er informiert über Gepräche am historischen Ort und bietet weiterführende Literatur.

Sie können den Leitfaden hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Contemporary Witnesses of Divided Germany

The brochure provides information on the portal www.zeitzeugenbuero.de, presents the educational offers of the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany as well as memorial sites and museums in Berlin and Brandenburg with English-language offers. 

You can download and order the broschure for free in our publication shop.

DDR-Geschichte vermitteln

Diese Website sammelt Materialien und Medien, Handreichungen und Praxisreflexionen zur historisch-politischen Bildung über das Thema „DDR-Geschichte“. Verflechtungen mit der westdeutschen Geschichte und europäischen Kontexten sind berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt hier auf kostenlos verfügbaren Online-Ressourcen. Ein Projekt des Bildungswerks der Humanistischen Union NRW

Zeitzeugenerinnerungen und -interviews

Im Archiv der Bundesstiftung Aufarbeitung finden sich zahlreiche Zeitzeugen- erinnerungen, die als lebensgeschichtliche Interviews vor allem Auskunft über das Wirken in Opposition und Widerstand, aber auch über Haftzeiten und Lageralltag geben.

Eine Übersicht über weitere Archiv- und Erinnerungsorte, die Zeitzeugeninterviews aufbewahren, finden Sie hier [mehr]

Zeitzeugengespräche führen

Bleib nicht stumm ...

Leitfaden für Zeitzeugengespräche

Der Leitfaden für Zeitzeugengespräche, veröffentlicht vom Grenzlandmuseum Eichsfeld, gibt anschauliche Tipps und Anleitungen zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Interviews mit Zeitzeugen.

Die Broschüre ist für Schüler didaktisch aufbereitet und bietet auch für Lehrer und andere Akteure der historisch-politischen Bildungsarbeit zahlreiche methodische Anregungen und Informationen.

>>Hier<< gibt es den Leitfaden (PDF zum Download)

Gefördert wurde der Leitfaden mit den Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung.